Ratschläge zu MS Übungen

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Ratschläge zu MS Übungen

Übungen für die Schulter

Schulter-Kräftigungsübungen für MS-Patienten.

Das Video in Text-Form:

Übung 1: Schulterübung für Patienten mit Spastik bei MS. Eine MS-Patientin sitzt auf einem Stuhl, das Gesicht dem Betrachter zugewandt. In jeder Hand hält sie ein kleines Gewicht. Eine Sprecherin erklärt die Übung für Patienten mit Spastik bei MS:

"Wir werden nun unsere Arme trainieren. Wir bleiben jetzt einfach in der Position, in der wir sind und halten die Gewichte in beiden Händen."
Die Arme sind angewinkelt, die Ellenbogen dicht am Körper. Die Patientin hält die Gewichte in der Hand und legt diese auf dem Oberschenkel ab.

"Nun bewegen wir unseren rechten Ellenbogen nach oben, indem wir ihn bis auf Schulterhöhe heben und senken ihn dann wieder. Wir wiederholen dies mit dem linken Arm, heben den Ellenbogen bis auf Schulterhöhe und senken ihn dann wieder ab."
Die MS-Patientin hebt ihren Arm bis zu einem 90° Winkel an. Ihr Arm ist nun parallel zum Boden, aber immer noch gleichermaßen angewinkelt wie in der Anfangsposition. Die Hantel zeigt nach vorne. Dann bewegt sie das Gewicht zum Oberschenkel zurück und legt ihre Hand samt Gewicht wieder auf dem Bein ab. Sie wiederholt die Übung mehrmals abwechselnd mit dem linken und rechten Arm.
"Dabei atmen wir bei jeder Auf- und Abbewegung unseres Arms regelmäßig ein und aus. Atmen Sie ein, wenn Sie Ihren Arm heben. Und atmen Sie aus, wenn Sie ihn wieder senken. Noch einmal: rechten Arm heben, dann vorsichtig senken. Linker Arm hoch und langsam wieder runter. Heben Sie den Ellenbogen auf Schulterhöhe. Tun Sie das Gleiche mit dem anderen Arm und senken Sie ihn dann wieder."

Übung 2: Übung zur Stärkung der Brustmuskulatur von Patienten mit Spastik bei MS;
Jetzt wird die nächste Übung gezeigt. Die Arme sind nur noch leicht angewinkelt und nach vorne gerichtet. Die Gewichte sind dabei etwa auf Kinnhöhe. Dabei wird erklärt:

"Jetzt haben wir beide Ellenbogen vor uns und die Hände dicht beieinander. Wir werden nun die Brustmuskulatur trainieren. Dazu bewegen wir beide Arme nach außen bis sie sich in einer Linie zu den Schultern befinden und bringen sie dann wieder langsam zusammen."

Sie wiederholt die Übung mehrmals.

"Einatmen. Öffnen Sie Ihre Arme soweit sie können, und bringen Sie sie dann wieder zusammen, sodass sich die Hände berühren. Atmen Sie ein, wenn Sie Ihre Arme öffnen. Und aus, wenn Sie sie langsam wieder zusammen bringen. Atmen Sie ein, während Sie die Ellenbogen nach außen bewegen. Und noch ein letztes Mal: wir öffnen die Arme, schließen sie und entspannen."


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Übungen für die Hüftadduktoren oder inneren Oberschenkelmuskeln

Übungen für die Hüftadduktoren oder inneren Oberschenkelmuskeln

Übungen zur Stärkung der Oberschenkel- und Hüftmuskulatur.
Ein MS-Patient sitzt auf einer Übungsmatte, Beine ausgestreckt. Eine Sprecherin erklärt die Übung für Patienten mit Spastik bei MS.
"Jetzt dehnen wir die Adduktoren. Wir setzen uns mit angewinkelten Beinen hin, die Fußsohlen berühren einander. Und wir umfassen unsere Sprunggelenke. Dabei können wir unsere Ellenbogen leicht auf unseren Knien ablegen, wenn uns das helfen sollte. Nun üben wir sanften Druck auf unsere Knie nach unten aus. Dabei spüren wir die Spannung in der Muskulatur in der Leistengegend. Wir atmen ein und aus. Und üben dabei sanften Druck nach unten aus, bis wir die Spannung spüren. Wir halten diese Position eine Weile ein. Wir atmen ruhig, damit die Muskulatur sich dehnt. Und wir entspannen."

Dabei werden die Fußgelenke wieder losgelassen und kurz Pause gemacht. Jetzt werden die Fußgelenke wieder umfasst.

"Noch einmal. Einatmen. Ausatmen und leicht die Knie nach unten drücken. Wenn wir die Spannung in der Muskulatur der Leistengegend spüren, atmen wir ein. Und aus. Halten eine Weile ein, damit sich die Muskulatur entspannt und entspannen."

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MS Übungen

Allgemeine Ratschläge

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    1. Planen

    Stellen Sie zusammen mit Ihrem Arzt einen Plan auf. Welche Übungen sind für Sie zum Umgang mit Ihren MS-Symptomen geeignet und hilfreich – auch im Hinblick auf die weiterhin erforderliche Rehabilitation und Krankengymnastik? Ihr Arzt wird Ihnen helfen, Ihre Grenzen und Möglichkeiten zu erkennen und zeigen, wie Sie die Übungen korrekt durchführen.

    2. Beständig sein

    Mit Multipler Sklerose in Form zu bleiben, ist wie ein Langstreckenlauf. Beständigkeit ist wichtig: führen Sie besser eine leichte Übung regelmäßig durch als eine schwierige Übung zu wählen, die Sie nicht schaffen und dann gar nicht mehr machen.

    3. Maßhalten

    Konstante aber behutsame körperliche Betätigung ist sehr wichtig, um manche Auswirkungen der mit MS auftretenden Symptome zu verringern. Außerdem können so durch die Erkrankung beeinträchtigte Funktionen in einigen Fällen verbessert, zumindest aber erhalten bleiben. Dabei sollten Sie zwingend maßhalten. Hören Sie auf Ihren Körper, auf das, was er Ihnen zu verstehen gibt. Machen Sie also lieber eine Pause, wenn Sie müde  sind.

    4. Richtige Umgebung wählen

    Machen Sie Ihre Übungen an einem kühlen, angenehmen und ruhigen Ort.

    5. Allgemeine Tipps

    Tragen Sie lockere Kleidung und Schuhe, die Ihre Bewegungen nicht behindern.

    Sorgen Sie für eine angenehme Raumtemperatur. Stellen Sie im Winter sicher, dass die Temperatur in dem Raum, in dem Sie Ihre Übungen machen, nicht zu hoch ist. Stellen Sie im Sommer einen Ventilator oder eine Klimaanlage an oder lassen Sie ein Fenster geöffnet. Wenn Ihnen die Hitze zu unerträglich ist, können Sie 10 Minuten lang ein kühles Bad (10-15 ºC) nehmen (mit warmem Wasser beginnen und dann kaltes Wasser hinzufügen), bevor Sie Ihre Übungen machen.

    Wenn eine Seite Ihres Körpers schwächer ist als die andere, nutzen Sie die stärkere Seite, um die schwächere zu bewegen. Ihr Arzt oder Physiotherapeut wird Ihnen gerne zeigen, wie Sie das am besten machen.

    Atmen Sie ruhig und entspannen Sie bei jeder Bewegung die Gesichtsmuskeln. Schneiden Sie z.B. Grimassen oder halten Sie kurz ihren Atem an, wenn sie neue Bewegungen ausführen.

    Überanstrengen Sie sich nicht. Legen Sie Ruhepausen ein und trinken Sie kühles Wasser, um eine Überhitzung und Austrocknung zu vermeiden.

    Finden Sie heraus, zu welcher Tageszeit Sie Ihre Übungen am besten machen können. Manche machen sie lieber morgens, andere teilen sie auf – morgens und nachmittags je einen Satz.

    Achten Sie auf Ihre Grenzen und Möglichkeiten. Planen Sie regelmäßige und rechtzeitige Ruhepausen ein, sodass Ihr Körper ein Muster erkennt und daran gewöhnt, wann er aktiv sein soll.


Spastik

    Tipps für spezielle Übungen bei MS und Spastik

    Wenn Sie spezielle Übungen bei Muskelsteifheit (Spastik)  machen, können Sie nicht nur das Gleichgewicht der spastischen Muskeln  trainieren, sondern auch das der von ihnen beeinträchtigten Muskeln. Gleichzeitig können Sie Ihre Muskeldynamik und -koordination verbessern.

    Bitte denken Sie daran, dass Sie vor der Durchführung Ihrer Dehnübungen den Muskel vorbereiten müssen. Dehnen Sie nur nach und nach, arbeiten sie dabei ganz langsam gegen den Widerstand (Getriebeeffekt).

    Vermeiden Sie Positionen, die Ihre Spastik auslösen oder verschlimmern.

    Sie sich langsam. Dadurch geben Sie den Muskeln genug Zeit, sich zu dehnen und wieder zu entspannen. Plötzliche Bewegungen können die Spastik verschlimmern. Ebenso, wenn ein spastischer Muskel in eine neue Position gebracht wird. Wenn dies geschieht, lassen Sie die Muskeln ein paar Minuten lang ausruhen.

    Erzwingen Sie keine Bewegungen – sie sollten immer so schmerzfrei  wie möglich sein. Daher sollten Sie zwischen echten Schmerzen  und dem Gefühl der Dehnung unterscheiden können. Wenn Sie Schmerzen haben, beenden Sie die Übung und sprechen Sie mit Ihrem Physiotherapeuten, bevor Sie die Bewegung wiederholen.
    Versuchen Sie, Ihren Kopf bei den Übungen gerade zu halten.

    Wenn Sie Antispastika einnehmen, führen Sie die Übungen etwa eine Stunde nach der Einnahme durch.

Bewegungs-einschränkungen

    Übungen bei Mobilitätsverlust von MS-Patienten

    Übungen zur Reduzierung des Mobilitätsverlusts sollten Sie in jedem Fall langsam und vor dem Spiegel durchführen. Es handelt sich vor allem um Dehn- und Stärkungsübungen sowie um Übungen zur Korrektur Ihrer Haltung.

    Einige Patienten machen Übungen, die sich auf den Einsatz von Atemtechniken konzentrieren: z.B. Yoga, Tai Chi oder Pilates. Diese können die Mobilität verbessern. Auch Walking und Aerobic kann nützlich sein.

    Um schwierige Situationen wie z. B. das Treppensteigen zu meistern, sollten Sie  bestimmte Muskeln abwechselnd trainieren – z. B. die Gesäßmuskeln, sofern Sie dabei angemessene Unterstützung haben.